Dienstag, 1. Juli 2014
Dies ist jetzt nicht mehr nur die "Eine Geschichte ...". Das Thema ist nun unter diametralen Blickwinkeln bearbeitet; auf der Grundlage "einer schönen DDR" und unter der entgegengesetzten Empfindung "geistigen Elends". Wer sich über die Geschichte der Hochschule für Musik Weimar informieren möchte, der sollte beide Darstellungen lesen; die von Prof. Dr. Wolfram Huschke (Verlag Böhlau, 593 Seiten, 2006) und deren Richtigstellung von Roland Mey "Wahrheit über die Vergangenheit der Zukunft zuliebe - Defekte einer Chronik aus Weimar und Beiträge zur Leipziger Musikgeschichte" (Selbstverlag: schallmey-verlegung@web.de, Leipzig 2014). Die Freie Universität Berlin hat den ersten Teil dieser Broschüre (32 Seiten) mit einem Bild des Carl-Maria-von-Weber-Preisträgers Gerhard Mey (1927 - 1997) unter dem Titel "Weiße Flecken in der Musikgeschichte" veröffentlicht in der Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat ZdF 35/2014.
Roland Mey

Ergänzung:
Zur Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar gibt es seit dem Jahr 2018 das Buch: "Defekte einer Hochschulchronik", Mitteldeutscher Verlag 2018, Autoren: Günter Knoblauch und Roland Mey.
Das Buch ist auch als eBook (unter der Edition Kindle) kostenlos im Internet lesbar. Im Klappentext ist geschrieben: Ist dies [eine Aussage des Präsidenten] ein ernsthaftes Angebot? Oder ist die HfM eine der letzten „roten Bastionen“ der ehemaligen DDR, die zwar die kulturellen Leistungen der Vergangenheit für sich in Anspruch nehmen, ihre Verantwortung für die politischen Verformungen zu DDR-Zeiten aber von sich weisen? Die beiden Autoren haben mit Hilfe von Dokumenten, Interviews, Veröffentlichungen und eines Podiumgesprächs einen Anfang für eine offene Diskussion der jüngeren Vergangenheit der HfM gemacht.
Innerhalb von drei Monaten war die 1. Auflage vergriffen. Das Buch hat außerhalb der Hochschule für Musik Weimar eine große Resonanz hervorgebracht. Mehrere Rezensionen sind im Internet unter www.knobi-muc.de veröffentlicht. Restexemplare des Buches können beim Verlag bestellt werden.




Montag, 15. April 2013
mit dem Untertitel: "... mit den Dokumenten des Schreckens und vielen Erlebnissen aus der DDR zu den sieben ökonomischen Widersprüchen des Sozialismus:
1. Obwohl die DDR Vollbeschäftigung hatte, arbeitete nur die Hälfte.
2. Obwohl nur die Hälfte arbeitete, fehlten überall Arbeitskräfte.
3. Obwohl überall Arbeitskräfte fehlten, wurden alle Pläne übererfüllt.
4. Obwohl alle Pläne übererfüllt wurden, gab es nichts zu kaufen.
5. Obwohl es nichts zu kaufen gab, hatten fast alle fast alles, was sie brauchten.
6. Obwohl alle fast alles hatten, was sie brauchten, meckerten alle.
7. Obwohl alle meckerten, wählten 99,9% die Kandidaten der Nationalen Front und damit die SED."
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- Die Süddeutsche Zeitung (München) schreibt am 27.02.12: Den Funktionsmechanismus der DDR auf den Punkt gebracht: "Jeder ist dagegen, aber alle werden es realisieren." Ein Satz der ihn als SED-Gegner outen musste.
- Die Zeitschrift für Politik und Zeitgeschichte "Gerbergasse 18" (Jena) druckt in der Ausgabe 1/2012/49 die Rezension "Schießbefehl und Kakerlaken" von Prof. Dr. G. Meinhold, em., Instituit für Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Jena: In diesem reichhaltigen, vielfarbigen Büchlein verdichtet sich ein Fluidum von Zorn und Revolution, Diktatur und Aufbegehren, durchschauendem Humor und Scharfsinn - woran man sich stärken kann. (...) - und es ist mehr als spannend.
- Die Ost-Thüringer Zeitung (Gera) vom 06.10.11: Das ist erlebte Geschichte pur aus der Feder eines Zeitzeugen, der in weiteren Kapiteln u. a. auch die infame Vertreibung des Direktors des Mathematischen Institutes Prof. Dr. Walter Brödel aus Jena beschreibt.
- Die TA (Erfurt) am 08.10.12: Roland Mey war stets ein politisch denkender Mensch. (...) Seit seiner Pensionierung zieht er durch Schulen, verteilt Bücher und hält Vorträge.
- Die TLZ (Weimar) am 08.10.11: Mey erinnert sich noch genau, wie er sich fühlte: "Als ich an die Ausgangstür kam, war diese bereits verschlossen und ich bekam sofort Angst."
- Über den Autor, seine Zeitzeugengespräche und das Buch berichteten weiterhin Bild, LVZ und l-iz.de.
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Roland Mey besucht als Zeitzeuge Schulen mit dem Projekt "Mit historischem Humor ohne Belehrung zur politischen Bildung". Mit Humor zur politischen Bildung - das ist den Lehrern ein Rätsel. Die Erfahrung zeigt aber, es funktioniert!
An Hochschulen und Universitäten bietet der Autor eine "Freie Übung" an unter dem Thema "Der politische Wahnwitz sozialistischer Mach(t)art und das verklärte DDR-Bild". Und selbstverständlich wird dabei die Diskussion über Widersinn und Ignoranz in unserer Demokratie nicht ausgeschlossen. Schließlich können, nein müssen, die 7 Obwohlsätze aus der DDR heute (wiederum psychisch sehr belastend) mit einem 8. Obwohlsatz ergänzt werden:
8. Obwohl heute alle alles wissen und auch alles sagen dürfen, implodiert nun Deutschland langsam ohne nennenswerte Gegenwehr seiner Geister!
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Der Autor des Buches gibt den Käufern eine Erbauungsgarantie: Nach jedem Umblättern ein Gesundheit förderndes Lächeln ("Rote Socken" ausgenommen!). Der Rezensent schreibt dazu: "Diesem Autor droht die Gefahr der Verbitterung nicht. Doch was er so überzeugend vorführt, ist auch eine gegen jede Art Resignation gerichtete Prophylaxe - um die man ihn beneiden kann, weil er mit ihrer Hilfe eine erstaunliche Souveränität gewinnt."
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Das Buch (Verlag OsirisDruck Leipzig) umfasst 150 Seiten (darunter Dokumente, Abbildungen, Notenbeispiele), Format A5, Preis: 10,- €. Versandkostenfreie Bestellung ist möglich über schallmey-verlegung@web.de




Freitag, 12. April 2013
Die organisierte Evolution vom Menschen zum Affen

Unter der SED-Dikatatur wußten wir wenig und durften nichts sagen; das war psychisch belastend. Noch stärker belastend ist jetzt: Obwohl wir alles wissen und auch sagen dürfen, implodiert Deutscvhland langsam ohne nennenswerte Gegenwehr seiner Geister! Der gegenwärtige Ausbildungswahnsinn wird abgedeckelt und unter dem Deckel quadriert.

Ein mit ausreichendem Realschulzeugnis ausgestatteter potentieller Malerlehrling kann die Fläche einer Wand von 2,50m x 5,00m zwecks Tapeteneinkauf nicht berechnen. Seine Intelligenz benutzt er allein zur Abwehr der Aufgabe und zur Verlängerung seines bisher bequemen Tagesablaufes und erklärt dem Malermeister, dass dies anders gelöst wird, nämlich durch Rückgabe der überflüssigen Rollen im Baumarkt. Die Schule hat den Schüler nach 10 Schuljahren ohne Rechenfähigkeit und auch gesellschaftspolitisch dumm entlassen. Vom dann notwendigen Rücktransport der Tapetenrollen außerhalb seiner Arbeitszeit und mit dem Auto seines Vaters ahnt der junge Mann nichts.

Zwei Absolventen der Uni Leipzig beschweren sich 2011 öffentlich über ihre Arbeitslosigkeit in der Leipziger Volkszeitung unter der Überschrift "Deutschland gibt uns keine Chance". Am Ende des Textes wird erkennbar, dass dieser Vorwurf von einem diplomierten Namensforscher und einer "Doktorin des kubanischen Tanzliedes" kommt. Auf mein Angebot zu Zeitzeugengesprächen mit Studenten antwortet die Chefpolitologin der Universität etwa zeitgleich "kein Bedarf". Ich farge mich: Wie tiefgreifend ist diese wirtschaftspolitische Dummheit? (Ich war an der Uni Jena eingesperrt und könnte den Studenten viel über den gesellschaftspolitischen Wert von Freiheit und Eigenverantwortung erzählen. Interessenten können im Internet nachschauen unter "Roland Mey: Eingesperrt im Hörsaal" oder "R. M.: Musik für Himmel und Hölle" oder "R. M.: Erzwungene Anpassung".)

An der Uni Köln wurde 2012 in einem Bachelorstudiengang eine Mathe-Klausur geschrieben. Von ca. 300 Studenten haben ca. 280 nicht bestanden und anschießend mit Hilfe der Eltern und des Studentenrates die Honorar-Dozentin in die Arbeitslosigkeit geschickt. "Allein auf weiter Flur" hat sie Teile der Klausur veröffentlicht, nachzulesen im Internet unter "Erklärung, Seminar für Mathematik": 5 x 25 oder 2/3 aus 4/6, einfachste Rechnungen mit Klammern und Potenzen; der Stoff von 5. bis 9. Klasse - nichts war möglich! Die Studentin Lisa in einem Spiegelartikel vom 12.04.2012 über die Situation: "Die Klausur war hammerhart." Der Rektor der Uni quadriert dieses Chaos, beendet den Honorarvertrag mit der fleißigen Dozention, die ihr umfangreiches Engagement nachweisen konnte, und schreibt eine Professur für "Didaktik der Mathematik" aus (anstelle einen Vorkurs einzurichten).

Den Bereich zwischen Malerlehre und Universitätsstudium könnte ich lückenlos mit vielen derartigen Beispielen füllen, die im technologisch primitiven Zeitalter ehemals schon Ludwig van Beethoven beunruhigt haben: "Verachte immer Kunst und Wissenschaft, des Menschen allerhöchste Kraft; dann wirst Du bald am Ende sein und Bekanntschaft machen mit dem Schwein!" Einestags wird Lisa nur noch grunzen und unsere Enkelkinder in der Schule mit ihr - Lisa wird Lehrerin!

Roland Mey, Leipzig
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"Bin am Ende". Wer kennt einen Zeitungskönig, der diesen Artikel veröffentlicht? Wer kann mir (und meinen drei Enkeltöchtern; 7,12,15) helfen? Das alles in Deutschland "ohne Gegenwehr seiner Geister" - das darf doch nicht so bleiben! Bin für jede Rück-Mail und alle "rettenden Gedanken" dankbar.
R. M.